duty to god – sich Gott verpflichtet fühlen,
duty to others – Dienst am Nächsten leisten und
duty to self – sich selbst gegenüber verantwortlich handeln.
Diesen Grundsätzen
folgen Pfadfinderinnen und Pfadfinder weltweit. In Deutschland spiegeln
sich die Grundsätze in den Programmen der anerkannten Pfadfinderinnen-
und Pfadfinderverbände. Unterwegs sein und neue Menschen kennen lernen
ist ein Teil des Pfadfindens. Abenteuer ist ein Herzstück des Pfadfindens.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder wagen Neues, entdecken Unbekanntes und
probieren Spannendes aus. Bei den Abenteuern im Alltag und im Zeltlager
wächst Begeisterung. Die Fähigkeiten und Fertigkeiten jedes Einzelnen
sind gefragt. Im Miteinander erlebt jede und jeder, wie wichtig Teamwork
ist.
Abenteuer und Erlebnis sind IN, in jedem Alter.
„Learning by doing“: Beobachten und Ausprobieren prägen die Pädagogik
des Pfadfindens. Nur wer die Dinge selbst in die Hand nimmt, wer Situationen
erlebt, erzielt Lernerfolge.
Leiterinnen und Leiter begleiten die Kinder und Jugendlichen. Wichtig
ist, dass alle Sinne angesprochen werden. Im Gegensatz zur Schule kommt
es nicht darauf an, allein mit dem Kopf zu lernen. Erlebnisse werden
durch Reflexion Erfahrungen und vermehren das Wissen. In kleinen Gruppen
ist es leichter, alle Gruppenmitglieder intensiv kennen zu lernen, sich
mit deren Charakter auseinanderzusetzen und Vertrauen aufzubauen. Die
Zusammenarbeit in der Gruppe fördert den Respekt vor Anderen. Im Zusammenspiel
kleiner Gruppen und großer Gruppe übernehmen die Kinder und Jugendlichen
Pflichten und lernen Verantwortung. Letztlich fördert es, dass Pfadfinderinnen
und Pfadfinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen. Kinder
und Jugendliche entscheiden, was sie wie und wann machen wollen. Sie
vertreten ihre Interessen in Versammlungen, in denen die Leitungen der
Pfadfinderstämme gewählt werden. Leiterinnen und Leiter helfen dabei,
Entscheidungen vorzubereiten und umzusetzen. Kinder und Jugendliche
lernen also beim Pfadfinden sehr früh, wie Demokratie funktioniert.
Sie lernen, eine Meinung zu bilden, Stellung zu beziehen, Kompromisse
zu schließen. Und sie erfahren, dass sie verantwortlich für ihre Entscheidungen
sind.
Lord Robert Baden-Powell und seine Frau Olave wurden am 22. Februar
geboren - er im Jahr 1857, sie im Jahr 1889. Vor allem die Mädchen-
und Frauenverbände feiern diesen Tag als »Thinking Day«. Der 22.
Februar 2007 bildete den Auftakt zum 100. Jubiläum der Weltpfadfinderbewegung.
Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum bildet der 1. August
2007: Bei Sonnenaufgang erneuern am 1. August 2007 alle Pfadfinderinnen
und Pfadfinder ihr Versprechen - weltweit.
Scoutings's Sunrise heißt die Aktion.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene machen sich in diesem Moment noch
einmal bewusst, dass sie zu einer weltweiten Gemeinschaft gehören. Diesen
Tag werden Pfadfinderinnen und Pfadfinder in aller Welt mit vielen Aktionen
feiern, denn am 1. August vor 100 Jahren begann Baden-Powell’s Zeltlager
auf Brownsea Island als Ausgangspunkt der weltweiten Pfadfinderbewegung.
Natürlich wird auch der Stamm St. Bonifatius Dudweiler der Deutschen
Pfadfinderschaft St. Georg mit von der Partie sein. Die Dudweiler Pfadfinder
werden sich – wie Millionen Pfadfinder in aller Welt - am 1. August
in aller Frühe treffen, um bei Sonnenaufgang hoch über Dudweiler ihr
Versprechen zu erneuern und die erfolgreichen vergangenen hundert Jahre
sowie die nächsten hundert Jahre Pfadfinderbewegung zu feiern.
Vom 27. Juli bis 8. August 2007 findet in England das 21. World Scout
Jamboree statt. (Baden-Powell nannte ein großes internationales Pfadfinder-Treffen
»Jamboree«. Der Begriff »Jamboree« kommt aus dem Indianischen und bedeutet:
friedliches Zusammentreffen verschiedener Stämme.) Zum 21. World Scout
Jamboree kommen rund 45.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus mehr
als 150 Ländern zusammen. Im Hylands-Park bei Chelmsford (Essex) werden
sie die weltweite Gemeinschaft der Pfadfinderinnen und Pfadfinder im
Jubiläumsjahr erleben. Baden-Powell wollte mit Pfadfinden durch weltweite
Freundschaft Frieden stiften. Er sagte beim Jamboree 1929: »Ich möchte
dringend darum bitten, dass wir unsere Jungen (…) ermutigen, jede Minute
der kurzen Zeit zu nutzen, um Bekanntschaften zu machen, die zu Freundschaften
mit ihren Pfadfinderbrüdern, ihren künftigen Kameraden in der Welt,
werden. Jeder Junge könnte das Jamboree dann mit einer neuen Verantwortung
verlassen, nämlich der eines Apostels des Friedens und guten Willens
für seinen speziellen Bezirk.« Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben
seitdem zur Verständigung zwischen den Nationen beigetragen – durch
persönliche Kontakte und Beziehungen. Darüber hinaus werden auf der
ganzen Welt und auch in Deutschland zahlreiche regionale Aktionen stattfinden.
In Deutschland
ist u.a. folgendes geplant:
• 20. bis 21. September: Internationales Zeltlager am Schloss Bellevue.
Bundespräsident Horst Köhler, selbst ehemaliger Pfadfinder, wünscht
sich ein Internationales Zeltlager am Schloss Bellevue. Im Park seines
Amtssitzes wird Ende September ein Lager aufgebaut. Kinder, Jugendliche
sowie Leiterinnen und Leiter werden gemeinsam mit Gästen aus Partnerverbänden
zeigen, was heute Pfadfinden bedeutet. Horst Köhler selbst wird das
Lager am 21. September 2007 besuchen.
• 21. bis 23. September: Kongress und Party in Berlin.
Pfadfinderinnen und Pfadfinder sprechen mit Menschen aus Politik, Gesellschaft
und Kirche über die Inhalte des Pfadfindens. Konkret soll es also um
Frieden, Gerechtigkeit und Internationalität gehen. Auch der Stamm Dudweiler
plant, hier mit dabei zu sein.
• 16. Dezember 2007: Friedenslicht aus Bethlehem, das seit 1993 von
Pfadfinderinnen und Pfadfindern in der Adventszeit in Europa und in
Übersee verteilet wird.
Wie gewohnt werden die Pfadfinder im Sulzbachtal auch dieses Jahr wieder
dieses Symbol der Hoffnung verteilen. Bundespräsident Horst Köhler hat
die Schirmherrschaft für Jubiläumsaktionen der deutschen Pfadfinderinnen
und Pfadfinder übernommen.
Er unterstützt damit die Arbeit des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder
(BdP), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft
Sankt Georg (PSG) sowie des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und
Pfadfinder (VCP). Diese vier Verbände leisten als Ringe deutscher Pfadfinderinnen-
und Pfadfinderverbände anerkannte Pfadfinderarbeit in Deutschland. Sie
sind Mitglieder der Weltverbände WAGGGS und WOSM. Das unterscheidet
sie von anderen Pfadfindergruppen in Deutschland. Die World Organization
of the Scout Movement (WOSM, Weltorganisation der Pfadfinderbewegung)
und die World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS, Weltorganisation
der Pfadfinderinnenbewegung) vertreten zusammen weltweit mehr als 38
Millionen aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder und bilden somit die
bedeutendste Jugendbewegung der Welt.
Bis Ende 2007 werden über 500.000.000 Frauen und Männer aus den meisten
Ländern und Kulturen der Welt versprochen haben, nach dem Pfadfinderversprechen
zu leben.
Weitere Infos auf www.dpsg-dudweiler.de
Infos zum 100jährigen Jubiläum der World Organization of the Scout Movement
(WOSM, Weltpfadfinderbewegung) in 2007 auf www.Scouting100.de
oder www.Scout.org.