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In Dudweiler bewegt sich bald nichts mehr, wenn es nach dem Willen des Saarbrücker Finanzdezernenten Frank Oran und der Parkplatzbetreiberfirma Q-Park geht.
Wie wir bereits berichteten, soll der Dudoplatz in Dudweiler an Q-Park verpachtet werden, um Geld in die marode Stadtkasse zu spülen. Eine Milchmädchenrechnung, denn die Folgen für die lokale Ökonomie und die Vereine der Stadt sind weitreichend.
* Q-Park soll den Dudoplatz nach ihren Vorstellungen umgestalten dürfen … die Investitionen werden aber mit der Pacht verrechnet!
* Dudweiler wird vermutlich Ausfallentschädigung zahlen müssen, wenn Veranstaltungen wie Kirmes oder Dudofest durchgeführt werden … und dass nicht zu knapp, denn die Zeiten des Auf- und Abbaus, wenn der Platz gesperrt ist, werden dann auch in Rechnung gestellt.
* Ungewiss ist, ob es überhaupt wieder eine Kirmes auf dem Dudoplatz geben wird, denn wenn Q-Park ihre Schrankenanlagen aufgebaut hat, werden die LKWs und Sattelschlepper der Schausteller wohl nicht mehr zu ihrem Entlade- und Aufbaustellen kommen.
* Ungewiss ist auch das Schicksal der Mitbürger, die auf dem Dudoplatz einen, sogar auf sie im Grundbuch eingetragenen, Privatparkplatz haben.
* Der Dudoplatz ist nicht nur Parkplatz, sondern auch eine wichtige Durchfahrtsstraße für die Bewohner im Umfeld.
* Die Taxis, die ihren Bereitschaftsstand auf dem Dudoplatz haben, müssten sich einen neuen, nicht mehr so zentral gelegenen Standplatz suchen. Längere Anfahrtswege wären die Folge und damit auch höhere Anfahrtskosten.
* Kurzzeitparker, die nur schnell in die Apotheke am Dudoplatz oder in die Bäckerei oder an den Geldautomat wollen und vielleicht mal fünf Minuten parken, werden bislang sehr liberal behandelt; sobald Q-Park den Parkplatz hat, wird es diese Möglichkeit nicht mehr geben … vielleicht bedeutet dies sogar das Aus für einige der um den Dudoplatz ansässigen und auf Laufkundschaft angewiesenen Unternehmen.
* Fakt ist, dass die Zahl der Falschparker zunehmen wird … nach dem Vertragsentwurf soll die Landeshauptstadt aber verpflichtet werden, durch "geeignete Maßnahmen" die Leute zum Parken bei dem für seine hohen Preise bekanten Unternehmen "anzuhalten" … ergo läuft diese Klausel auf einen Ordnungsdienst in Dudweiler hinaus, der auf Falschparker Jagd macht und, wie anzunehmen ist, aus dem Säckel der Landeshauptstadt bezahlt wird.
* Die ohnehin mageren Einnahmen aus der Verpachtung von gerade einmal 22.750 Euro für 177 Parkplätze wandern erst einmal in die Stadtkasse der Landeshauptstadt … was davon noch in Dudweiler ankommt, kann sich jeder selber ausrechnen.
* Zur Zeit erwirtschaftet der Dudoplatz pro Jahr etwa 60.000 Euro … bei einer Verpachtung an Q-Park verzichtet die Stadt pro Jahr auf Einnahmen in Höhe von 37.250 Euro!
Einig sind sich in diesem Fall alle in Dudweiler: der Bezirksrat, die Fraktionen der CDU, FDP, SPD und Grünen; der Verkehrsverein Dudweiler, ProDorf Dudweiler: "Hände weg vom Dudoplatz!"
Der Verkehrsverein Dudweiler machte heute (09.11.07) zusammen mit Pro Dorf auf dem Markt mobil: Grosse Plakate und Flugblätter wurden durch Mitglieder beider Vereine an die zahlreichen Marktbesucher verteilt. Auch diese waren sich einig: Der Dudoplatz darf nicht Q-Park zum Opfer fallen wie zum Beispiel das Parkhaus zwischen Dudo-Galerie und Bürgerhaus. Dieses wird durch Q-Park bewirtschaftet, es steht ständig leer, die Preise sind viel zu hoch und seit Jahren wurde kein Cent in die Sanierung gesteckt.
Einige Passanten waren der Meinung, dass man an der Vermietung sowieso nichts mehr ändern kann … mit dieser Einstellung stimmt das auch. Nur wenn sich die Dudweiler Bürger mit der Bezirksverwaltung solidarisch erklären und dies auch zeigen, nämlich am 27.11. ab 16.00 Uhr im Bürgerhaus bei der Bezirksratsversammlung, die den Entwurf von Frank Oran genehmigen muss, dann wird sich etwas ändern!
Alternativen zu Q-Park gibt es genug: Wie CDU-Fraktionssprecher Markus Langenbacher sagte, würde die Bewirtschaftung des Dudoplatzes durch die Bezirksverwaltung die wirtschaftlich sinnvollere Variante sein.
Und auch die Betreiberfirma der Dudo-Galerie, die Onnasch Liegenschaften GmbH & Co KG, wäre am Dudoplatz und am Parkhaus interessiert. In Berlin bewirtschaftet die Firma sehr erfolgreich etliche Parkplätze mit moderaten Preisen. Wie Herr Pietrek, Centermanager der Dudo-Galerie, bestätigte, würde sich das Preisniveau an einem vernünftigen Marktpreis orientieren, da sich die Onnasch Liegenschaft dem Stadtbezirk Dudweiler verpflichtet fühlt.
Es gibt also Alternativen, Q-Park ist keine davon! Alle Bürgerinnen und Bürger sollen dies bei der Bezirksratssitzung am 27.11. um 16.00 Uhr im Bürgerhaus Dudweiler zum Ausdruck bringen. Vorher besteht an allen Marktfreitagen zwischen 09:30 und 11:30 Uhr die Möglichkeit, sich am gemeinsamen Stand von Pro Dorf und Verkehrsverein auf dem Marktplatz näher zu informieren … es geht um die Zukunft Dudweilers!
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